Definition

Als Lymphdrainage (Entstauungstherapie, manuelle Lymphdrainage, MLD) bezeichnet man eine spezielle, medizinische Form der Massage. Sie ist Teil der „Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie“ (KPE) und wird bei Stauungen der Gewebsflüssigkeit (Lymphödem) angewandt. Wichtigstes Prinzip der Lymphdrainage ist eine sanfte Massagetechnik.

Indikationen

  • Primäres Lymphödem – angeborene Fehlbildung des Lymphgefässsystems.
  • Sekundäres Lymphödem – nach Operationen, Bestrahlungen, Verletzungen (z.B Schleudertrauma).
  • Chronisch-venöse Insuffizient (sichbar häufig in Form von Krampfadern).
  • Chronische Polyathritis.
  • CRPS (Morbus Sudeck).
  • Schwellungen nach Halbseitenlähmung (Hemiparese) bei Schlaganfall.
  • Kopfschmerzen / Migräne.
  • Ödem bei Schwangeschaft.
  • Bewegungsapparat-Erkrankungen bei rheumatischen Erkrankungen.
  • Sklerodermie.
  • Arthrose.
  • Lipödem.
  • Wundbehandlung.
  • Rheumatischer Formenkreis – Weichteilrheuma (z.B. Fibromyalgie) Rheumatische Erkrankungen.
  • Hämatome.
  • Akne.

Behandlungsablauf

In der Manuellen Lymphdrainage arbeite ich mit langsam kreisenden, vorsichtig pumpenden und schmerzfreie Massagebewegungen der Hand und des Daumens. Dies geschieht, um die Lymphzirkulation des Körpers anzuregen und den Abtransport der Gewebeflüssigkeit zu erhöhen.

Behandlungsdauer brägt in der Regel 60 Minuten (ohne Kompression).

Anzahl und Intensität der Behandlungen passen sich dem Krankheitsbild an.

Wirkung

  • Bringt die Körperfüssigkeiten (Bindegewebsfüssigkeit, Lymphe, Venenblut) zum Strömen.
  • Entfernt Abfallstoffe aus dem Binde- gewebe und behebt Stoffwechsel-störungen im Gewebe.
  • Unterstützt den Abwehrmechanismus unseres Lymphsystems.
  • Trägt zur Schmerzlinderung bei.
  • Behebt Stauungszustände.
  • Bringt Sie in eine entspannende ausgeglichene Stimmung (para-sympathische Wirkung).